EKFS Förderung für Marie Schafstedde!
In der Herzmedizin ist die Therapieplanung häufig auf 'DurchschnittspatientInnen' ausgerichtet und nur unzureichend auf die Anforderungen komplexer oder seltenen Erkrankungsformen.
Derzeit gibt es keine Verfahren, mit denen sich der Behandlungserfolg verschiedener Therapieoptionen quantitativ vergleichen und vorhersagen lässt. Sogenannte in silico Methoden könnten hier gänzlich neue Wege eröffnen. Sie beruhen auf computergestützten Modellen, die es ermöglichen, chirurgische oder interventionelle Eingriffe am Herzen zu simulieren und deren hämodynamisches Ergebnis vorherzusagen. Erste Ergebnisse für einfachere (isolierte) kardiovaskuläre Eingriffe sind bereits sehr vielversprechend. Der größte medizinische Mehrwert würde jedoch bei komplexen Erkrankungen bestehen, für die es bislang keine Verfahren gibt.
Ziel des Forschungsvorhabens ist es daher, eine modellbasierte Lösung zu entwickeln und zu validieren, die es ermöglicht, das hämodynamische Ergebnis eines chirurgischen oder interventionellen Eingriffs bei kombinierten Klappenvitien in silico vorherzusagen und somit die Therapieplanung maßgeblich zu unterstüzen. Durch die Kombination von physikalischen und datengetriebenen Modellen zu sogenannten hybriden Modellierungsverfahren soll eine benutzerfreundliche Lösung erarbeitet werden, die schnell, einfach und interaktiv nutzbar ist.
