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Künstliche Organe & Messsysteme

Das Labor für Biofluidmechanik betreibt translationale Spitzenforschung an der Schnittstelle von Ingenieurwissenschaften und Biomedizin. Im Zentrum unserer wissenschaftlichen Arbeit steht die Erforschung grundlegender strömungsmechanischer Phänomene im menschlichen Körper sowie deren Nutzbarmachung für die computergestützte Medizin. Auf Basis eigener methodischer Entwicklungen in der numerischen Simulation und experimentellen Fluiddynamik erforschen und konzipieren wir die nächste Generation künstlicher Organe und Messmethoden. Dabei setzen wir auf eine starke fächerübergreifende Zusammenarbeit, die weit über die klassische Kardiologie hinausreicht, zum Beispiel:

  • Im Bereich Infektiologie erforschen wir strömungsmechanische Prozesse bei Sepsis und entwickeln innovative Bioreaktoren zur Prüfung multiresistenter Erreger.
  • Nanotechnologie: Gemeinsam mit der TU Berlin erforschen wir die molekulare Kommunikation beim Einsatz von autonomen NanoBots zur Früherkennung und Verlaufskontrolle von Erkrankungen

Unser akademischer Anspruch reicht von der Grundlagenforschung bis zur Etablierung neuer klinischer Standards. Damit führen wir die seit 1985 von Prof. Klaus Affeld begründete Tradition visionärer Biofluidmechanik mit modernsten Methoden der digitalen, KI-gestützten Modellierung in die Zukunft.
 

Strömungsmechanik, Biofluidmechanik & Simulation

Ein weiteres Forschungsfeld ist die realistische Modellierung biologischer Flüssigkeiten sowie die Untersuchung komplexer Strömungsprozesse in medizinischen Systemen. Ziel ist die verlässliche Vorhersage von Blutschädigungen, Thrombenrisiko, Partikeltransport und Scherbelastungen. Die Ergebnisse bilden eine zentrale Grundlage für die sichere Auslegung neuer Medizintechnik.

Sensorik, Messgeräte & Point-of-Care-Diagnostik

Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Entwicklung tragbarer, schneller und nicht-invasiver Diagnostiksysteme für den patientennahen Einsatz. Im Fokus stehen Biosensoren, nanopartikelbasierte Nachweisverfahren und telemedizinische Monitoringlösungen. Ziel ist die frühzeitige, digitale und dezentrale Erkennung von Erkrankungen.

TEXD entwickelt ein mobiles Point-of-Care-System zur schnellen Tuberkulose-Diagnostik aus der Ausatemluft. Funktionalisierte Goldnanopartikel ermöglichen eine Detektion innerhalb weniger Sekunden

Ein Messgerät mit einem Display, das "measuring" anzeigt. Neben dem Gerät befindet sich eine Glasröhre, die dreimal auf und ab bewegt wird. Im Hintergrund zwei Bilder von Flüssigkeiten in Behältern, die verschiedene Farben und Schichten zeigen.
Ein Messgerät mit einem Display, das "measuring" anzeigt. Neben dem Gerät befindet sich eine Glasröhre, die dreimal auf und ab bewegt wird. Im Hintergrund zwei Bilder von Flüssigkeiten in Behältern, die verschiedene Farben und Schichten zeigen.

TEXD entwickelt ein mobiles Point-of-Care-System zur schnellen Tuberkulose-Diagnostik aus der Ausatemluft. Funktionalisierte Goldnanopartikel ermöglichen eine Detektion innerhalb weniger Sekunden

Translation medizinischer Geräte

Bei unseren Translationsprojekten stehen die Entwicklung, Simulation und Validierung medizinischer Geräte sowie präziser Wirkstoff-Applikationssysteme im Mittelpunkt. Besonderer Fokus liegt auf Sicherheit, Dosiergenauigkeit und materialbedingter Kontaminationsfreiheit. Die Systeme sind auf zukünftige Zell-, Gen- und Implantattherapien ausgelegt.

Im neuen Imagefilm von Charite BIH Innovation vertreten wissenschaftliche Mitarbeiter:innen des ICM die Projekte Alarm (Infektionspustetest) und Puringe (silikonölfreie Spritze). 
Die beiden Projekte wurden vom BIH gefördert und haben eine starke translatorische Ausrichtung. 

Mehr zum BIH

Die PURINGE ist ein innovativer Spritzenadapter mit integrierter Membran. Die Membran trennt das Medikament vollständig von der Spritze und ermöglicht so eine kontaminationsfreie und präzise Dosierung. Das macht sie besonders für intravitreale Injektionen (IVOM) geeignet.

Mehr über das Projekt erfahren

Prüfstände, Messsysteme, Bioreaktoren & experimentelle Entwicklungsplattformen

Unsere Expertise umfasst die Entwicklung physischer und virtueller Testsysteme zur realitätsnahen Untersuchung, Messung und Validierung medizintechnischer Systeme sowie innovativer Bioreaktoren für die Infektions- und Sepsisforschung. Dazu zählen physiologische Prüfstände, experimentelle Messplattformen und gekoppelte Simulationsumgebungen, mit denen sich komplexe biologische und klinische Bedingungen kontrolliert im Labor nachbilden lassen. Durch definierte Strömungsbedingungen, Wirkstoffgradienten und gezielte antimikrobielle Wirkstoffkombinationen untersuchen wir insbesondere die Entstehung und Persistenz von Biofilmen, die Reaktion von Mikroorganismen auf Therapien sowie die evolutionäre Entwicklung von Resistenzen. Ziel ist es, neue Medizinprodukte und Behandlungsstrategien frühzeitig zu prüfen, zu optimieren und Risiken zu minimieren sowie das Verständnis chronischer Infektionen, biofilmassoziierter Erkrankungen und der Sepsis zu verbessern.

Multifunktionaler in-vitro Versuchstand zur physiologischen Simulation der Herzbewegung

Ein transparentes Laborgerät mit mehreren Röhren verbindet sich mit einem pinken Gewebe. Eine Hand, die einen Wasserstrahl kontrolliert, ist sichtbar. Das Gerät wird für wissenschaftliche oder medizinische Zwecke verwendet, um die Verbindung und Analyse von biologischem Material zu ermöglichen.
Ein transparentes Laborgerät mit mehreren Röhren verbindet sich mit einem pinken Gewebe. Eine Hand, die einen Wasserstrahl kontrolliert, ist sichtbar. Das Gerät wird für wissenschaftliche oder medizinische Zwecke verwendet, um die Verbindung und Analyse von biologischem Material zu ermöglichen.

Multifunktionaler in-vitro Versuchstand zur physiologischen Simulation der Herzbewegung

Leitung

PD Dr.-Ing. Ulrich Kertzscher

Leitung der Arbeitsgruppe "Künstliche Organe und Messsysteme"

Ein lächelnder Mann mit schulterlangen, grauen Haaren trägt ein hellblaues Hemd. Er steht vor einem sanften, hellen Hintergrund mit geometrischen Formen. Der Mann strahlt Freundlichkeit aus.
Ein lächelnder Mann mit schulterlangen, grauen Haaren trägt ein hellblaues Hemd. Er steht vor einem sanften, hellen Hintergrund mit geometrischen Formen. Der Mann strahlt Freundlichkeit aus.

PD Dr.-Ing. Ulrich Kertzscher

Leitung der Arbeitsgruppe "Künstliche Organe und Messsysteme"

Dr.-Ing. Michael Lommel

Leitung der Arbeitsgruppe “Künstliche Organe und Messsysteme”

Dr.-Ing. Michael Lommel

Leitung der Arbeitsgruppe “Künstliche Organe und Messsysteme”

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