ICM mit zwei Forschungsbeiträgen auf der MICCAI 2026
Vom 27. September bis 1. Oktober 2026 findet in Straßburg die MICCAI 2026 (International Conference on Medical Image Computing and Computer Assisted Intervention) statt, eine der internationalen Fachkonferenzen für medizinische Bildverarbeitung und computergestützte Medizin. Das Institut für kardiovaskuläre Computer-assistierte Medizin (ICM) ist mit zwei wissenschaftlichen Arbeiten aus den Bereichen computergestützte Analyse chirurgischer Bilddaten und medizinische Bildanalyse vertreten.
Mehrere Analyseaufgaben gleichzeitig bearbeiten
Julia Mellert präsentiert im Rahmen des COLAS-Fachworkshops am 27. September die Arbeit „Synergies and Conflicts in Multi-Task Surgical Vision: Stereo Matching, Segmentation, and Classification of Stereoendoscopic Video Frames in Mitral Valve Surgery“.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse von Videoaufnahmen während einer Mitralklappenoperation. Dabei werden drei unterschiedliche Analyseaufgaben miteinander kombiniert: die Berechnung von Tiefeninformationen aus stereoskopischen Aufnahmen, die Abgrenzung anatomischer Strukturen und die Klassifikation von Bildinhalten. Untersucht wird, inwieweit sich diese Aufgaben gegenseitig unterstützen und wo möglicherweise Zielkonflikte entstehen.
An der Arbeit sind neben Julia Mellert und Prof. Anja Hennemuth aus dem ICM unter anderem die DHZC-Wissenschaftler Dr. Julius Kaemmel, Prof. Jörg Kempfert und PD Dr. Simon Sündermann beteiligt.
Das Paper ist derzeit noch nicht öffentlich verfügbar.
3D- und Tiefeninformationen für eine präzisere Bildanalyse
Ebenfalls auf der MICCAI vertreten ist die Arbeit „Multimodal Mitral Valve Segmentation: Mesh-Based 3D and Depth-Transfer Learning“ von den ICM-Wissenschaftler:innen Julia Mellert, Lisa Bautz, Johanna Brosig und Prof. Anja Hennemuth sowie Olaf Hellwich, Professor an der TU Berlin. Die Arbeit entstand unter Beteiligung des BIFOLD Agility Projects AISUCO.
Im Mittelpunkt steht die computergestützte Abgrenzung der Mitralklappe in medizinischen Bilddaten. Dafür werden dreidimensionale, netzbasierte Modelle mit Informationen zur räumlichen Tiefe kombiniert. Ziel ist es, zusätzliche räumliche Informationen für das maschinelle Lernen nutzbar zu machen und damit die automatische Analyse anatomischer Strukturen zu verbessern.
Die Präsentation erfolgt im Rahmen des MVA-Fachworkshops am 1. Oktober 2026.
Mit den beiden Beiträgen präsentiert das ICM aktuelle Forschungsarbeiten zur computergestützten Analyse chirurgischer Bilddaten und zur dreidimensionalen medizinischen Bildverarbeitung auf einer international bedeutenden Fachkonferenz.
Wir wünschen unseren beteiligten Forscher:innen viel Erfolg in Straßburg!
