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Pilotprojekt als Grundstein des Charité-Fraunhofer-Zentrums für KI & intelligente Sensorik in der Medizin

Über das Projekt

Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) sind weltweit die häufigste Todesursache. Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck und Cholesterin werden genutzt, um das Risiko für Herzleiden vorherzusagen und Prävention zu planen. Besonders gefährdet sind Menschen, die schon einmal einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzinsuffizienz hatten. Bei diesen Patienten variiert das Risiko für erneute Ereignisse stark. Trotz Behandlung erleiden viele wieder ähnliche Probleme oder andere Gefäßerkrankungen. Deshalb ist eine genaue Einschätzung des Risikos wichtig, um die Behandlung zu verbessern.

Neue Biomarker könnten dabei helfen, individuelle Risiken besser zu erkennen und die Therapie zu optimieren. Bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist die Vielfalt der Begleiterkrankungen groß, was die Prognose erschwert. Außerdem beeinflussen Erkrankungen anderer Organe, z.B. Nieren oder Gehirn, den Verlauf der Herzkrankheit. Diese Zusammenhänge sind noch nicht ausreichend erforscht, aber sie sind wichtig, um bessere Therapien zu entwickeln. Zukünftige Forschung sollte sich auf personalisierte Ansätze konzentrieren, z.B. durch die Nutzung moderner Technologien wie "Omics" und künstliche Intelligenz, um individuelle Risiken und Krankheitsmechanismen besser zu verstehen.

Das Projekt Bildgestützte personalisierte Vorhersage des Restrisikos und der Prognose von kardio-/ zerebrovaskulären Erkrankungen basierend auf den Mapping-Daten der BELOVE-Studie wird im SPP 2177:  Radiomics: Nächste Generation der Medizinischen Bildgebung ab 2023 für 3 Jahre durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Die Professorinnen Frau Prof. Dr. Anja Hennemuth, Frau Univ. Prof. Dr. Jeanette Schulz-Menger und Frau Dr. Kersten Villringer leiten und betreuen das Forschungsprojekt gemeinsam. Eine weitere große Unterstützung ist die Arbeit von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin des ICM, Frau Ann Laube.

Die Charité und die Fraunhofer-Gesellschaft arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz und Sensorik für die Medizin. Am Standort Berlin sollen innovative, digitale Verfahren und Technologien für die klinische Versorgung unter realen Bedingungen in einem praxisnahen Umfeld erforscht, entwickelt und validiert werden. 

Das Projekt umfasst 4 Kernbereiche:

  1. »Intelligente Data Stewards«: Ermöglichen einer effiziente Datenintegration, Qualitätssicherung und Annotation mit wiederverwendbarer und klinisch eindeutiger Semantik von Daten
  2. »Reallabor KI in der Medizin« & »AI Factory«: Unterstützung der qualitätsgesicherten Erhebung und Integration von Realdaten sowie die prospektive Anwendung von KI-Lösungen in der klinischen Versorgung
  3. Sensorbasiertes Monitoring & automatisierte Therapiesteuerung in der Kardiologie: Evaluation von sensorbasierten Verfahren zum Monitoring und zur Computer-gestützten Therapiesteuerung von Patient:innen mit kardiovaskulären Erkrankungen
  4. Patientenpartizipativer KI-gesteuerter, Wissen generierender Systemansatz: Entwicklung einer Technologie-Plattform zur Nutzung prospektiver, onkologischer Realwelt-Daten und Etablierung eines Wissen generierenden patientenpartizipatorischen Feedback-Loops von der Diagnose über die Therapie bis zur Nachsorge am Modellprojekt der adaptiven Therapie von Tumoren des oberen aerodigestiven Trakts.

Projektinformationen

Keywords

Translationale Forschung, Sensordaten

Kennzahlen

Projekt-ID:
CEPPH-Pilot
Seite des Projekts:
https://icm.dhzc.charite.de/p/pilotprojekt-als-grundstein-des-charite-fraunhofer-zentrums-fuer-ki-intelligente-sensorik-in-der-medizin-435/
Laufzeit:
01.09.2022 bis 31.03.2025
Förderung:

Fraunhofer/Charité

Status:
aktiv

Ihr Ansprechpartner

Titus Kühne, Prof. Dr. med.

Leiter des Institut für kardiovaskuläre Computer-assistierte Medizin (ICM)
Ein Mann mit bräunlichen Haaren trägt eine Brille und einen blauen Anzug. Er hat ein freundliches Lächeln und steht vor einem hellen, geometrischen Hintergrund.